„Demenz verstehen“
Hilfreiches Hintergrundwissen Teil 2
Johanniterstift Plochingen, SOFA (Sozialpsychiatrischer Dienst für alte Menschen) und Verein Altenhilfe haben vergangenen Oktober zur Fortsetzungsveranstaltung zum Thema „Demenz“ in das Seniorenzentrum eingeladen. Vor zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern gab die Psychologin und Coaching, Frau Susanne Nienaber, einen kurzen Überblick über die medizinischen Hintergründe und die Erscheinungsformen demenzieller Erkrankungen.
Schwerpunkt des Vortrags war aber die Frage, wie Angehörigen ein guter und entspannter Umgang mit den Betroffenen gelingen kann und wie soziales Miteinander und Kommunikation gestaltet werden können. Nach theoretischen Ansätzen präsentierte Frau Nienaber in kurzen filmischen Szenen praktische Beispiele, wie hilfreich für beide Seiten ein gutes Hintergrundwissen über das Verhalten eines Demenzkranken ist, um herausfordernde Situationen möglichst entspannen zu können. Durch An- und Ernstnehmen und – soweit möglich- Einbinden des Erkrankten in die Situation, statt Kritik an seinem Verhalten (die in der Regel nur noch mehr verstört) könnte so vermieden werden, dass der Umgang mit dementen Angehörigen nicht wie so häufig im Desaster endet. Jeder Konflikt belastet gleichermaßen den Erkrankten und die pflegenden Angehörigen und zehrt an deren Kräften.
Erneut ein überaus interessanter und wichtiger Vortrag zum besseren Verständnis und besseren Umgang mit einer Erkrankung, von der in einer immer älter werdenden Gesellschaft viele betroffen sind und sein werden.